Das Brot

Wolfgang Borchert, geboren 1921 in Hamburg, schrieb 1946 seine Kurzgeschichte „Das Brot“. Selbige erschien im gleichen Jahr in der Hamburger Freien Presse. Neben „Draußen vor der Tür“ und „Nachts schlafen die Ratten doch“ gehört „Das Brot“ zu den bekanntesten Werken Borcherts. Auch die Filmindustrie hat Interesse an der Kurzgeschichte gefunden und sie mehrfach verfilmt. Im Unterricht an deutschen Schulen wird „Das Brot“ ebenfalls häufig thematisiert.

Das Brot

Wolfgang Borchert, geboren 1921 in Hamburg, schrieb 1946 seine Kurzgeschichte „Das Brot“.

Literaturepoche:

„Das Brot“ kann in die sogenannte Trümmerliteratur eingeordnet werden, einer deutschen Literaturepoche von 1945 bis 1952, die sich hauptsächlich mit dem Nachkriegsdeutschland und dessen Problemen beschäftigt. Wolfgang Borchert ist einer der bedeutendsten Autoren dieser Epoche. Andere Autoren sind beispielsweise Heinrich Böll, der ebenfalls viele Werke im Stil dieser Epoche verfasst hat. Außerdem zählen Erich Kästner und Arno Schmidt zu den bekannteren Vertretern.

Zusammenfassung der Handlung:

„Das Brot“ befasst sich vorrangig mit der damaligen Nahrungsmittelknappheit, einer Lüge zwischen einem Ehepaar und dem daraus folgenden Misstrauen zwischen beiden.

Eine Frau wacht nachts in ihrem Bett auf, und bemerkt die Abwesenheit ihres Mannes. Sie hört in der Küche Geräusche und sieht nach, ob sich ihr Mann dort aufhält. Ihr fallen Brotkrumen auf, die verraten, dass ihr Ehemann sich ein Stück Brot abgeschnitten hat. Ihr Gatte leugnet dies jedoch und begründet seinen Aufenthalt in der Küche damit, dass er den Geräuschen nachgehen wollte. Um sich nicht gegenseitig zu verletzen, behält die Frau für sich, dass sie weiß, dass der Mann das Brot gegessen hat. Da die Frau nun weiß, dass ihr Mann anscheinend Hunger leidet, gibt sie ihm am nächsten Tag eine Scheibe Brot ab, was beide Partner zuerst verlegen macht. Im Schluss des Buches sitzen die Beiden wieder zusammen am Tisch und Essen ihr Brot.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist typisch für die Nachkriegsliteratur. Sie ist in kurzen, einfachen Sätzen gehalten, was Stakkato-Stil genannt wird. Es wird realistisch die damalige Situation wieder gegeben, ohne etwas schön zu reden. Borchert verwendet Ironie als weiteres Stilmittel, um beim Leser Verständnis für die Situation der Ehepartner zu wecken. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk auf dem Handeln der Frau, die weitaus öfter erwähnt wird, als ihr Mann.

„Das Brot“ erzählt mit einfachen Worten eine deutsche Geschichte, die ohne viel Drama große Gefühle beim Leser weckt.

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